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Joachim Gauck: "Angriff aus dem Hinterhalt" auf Edward Snowden

(Kommentare: 20)

Kein Verständnis für Edward Snowden: Geschwister Scholl Preisträger Joachim Gauck (Quelle: Amrei-Marie)

Bundespräsident Joachim Gauck äußerte auf die Frage nach seiner Sympathie für Edward Snowden, also für den Whistleblower, der uns über das am umfassendsten Überwachungsprogramm in der Menschheitsgeschichte informierte, unter anderem, dass er kein Verständnis für puren Verrat habe. Die Empörung über Joachim Gauck ist seither groß.

 

Alles zu Unrecht, wenn es nach der Süddeutschen Zeitung geht. Gauck habe Edward Snowden keineswegs als Verräter bezeichnet, sondern  eine differenzierte Meinung vertreten. Verwiesen wird auf das vollständige Interview.

 

Bei genauer Betrachtung missrepräsentiert aber der Shitstorm gegen Joachim Gauck dessen Aussage und vor allem die Essenz seiner Aussagen gerade nicht. Vielmehr ist es der Artikel in der Süddeutschen Zeitung,  der durch Ausblendung der ausführlichen Erläuterungen von Joachim Gauck, der Situation von Edward Snowden, sowie des Gesamtkontextes des größten staatlichen Überwachungsprogrammes aller Zeiten den Sinn der Äußerungen von Joachim Gauck verfälscht.

 

Situation Edward Snowdens:

 

  • Edward Snowden ist unter großem persönlichen Risiko an die Öffentlichkeit gegangen. Er hat uns über ein Überwachungsprogramm zuvor kaum vorstellbaren Ausmaßes, von dem die meisten Menschen keine Ahnung hatten, informiert. Er hat dafür seine Sicherheit und seine Privilegien geopfert. Er hat seine Motivation ausführlich erläutert. Er hat dargestellt, dass es sein Gewissen war, was es ihm nicht erlaubte, zu schweigen, wenn sein eigener Staat dabei ist, alles Private für immer auszulöschen.

 

  • Edward Snowden ist ein gejagter und gehetzter Mann. Die Regierung des mächtigsten Landes  der Welt unternimmt alles, was sie kann, um seiner habhaft zu werden und ihn für immer hinter Kerkermauern verschwinden zu lassen.

 

  • Selbst seitens der US Regierung wurden nicht die geringsten Argumente oder Informationen verbreitet, die darauf hindeuten würden, dass Edward Snowden nicht aufgrund seines Gewissens handelte. Mittlerweile hat dieser Edward Snowden übrigens sogar ein Angebot der russischen Regierung auf Asyl ausgeschlagen, weil er nicht bereit ist, persönliche Bewegungsfreiheit gegen Schweigen zu tauschen.

 

Verhalten von Joachim Gauck

 

  • Im gesamten Interview äußert der ehemalige Pfarrer Joachim Gauck nicht die geringste menschliche Sympathie für die Person Eduard Snowden und sein Schicksal. Er ergreift nicht Partei für einen Gejagten.

 

  • Joachim Gauck musste zum Zeitpunkt des Interviews die auch durch die US Regierung in keiner Weise in Zweifel gezogenen Äußerungen von Edward Snowden kennen, gemäß derer es Gewissensgründe waren, aufgrund derer er die immensen Risiken auf sich nahm.

 

  • Sehr ausführlich berichtet Gauck von seiner positiven Einstellung zu den USA und Obama. Er erläutert im Detail, dass ihm der US Präsident versichert habe, dass alles rechtmäßig sei. Dabei geht er nicht im Geringsten auf das gigantische Ausmaß der Überwachung ein, ist sich nicht einmal sicher, dass überhaupt ein Grund zur Sorge bestehe. Er diskutiert ebenso wenig die Sachlage, dass wir als Bürger demokratischer Staaten, die begründete Wahlentscheidungen treffen sollen, nicht durch Obama, sondern erst durch Edward Snowden über den Sachverhalt der weltweiten Überwachung unserer Kommunikation informiert wurden. Er spricht hierfür Edward Snowden keine Anerkennung aus.

 

  • Ausdrücklich grenzt Joachim Gauck die angestrebte Komplettüberwachung der Weltbevölkerung durch die Regierungen der USA und Großbritanniens (und wohl auch weiterer Regierungen) von den Praktiken von Stasi und KGB ab, da diese Akten geführt hätten. Als ob Akten aus Papier ein Kriterium wären – wie soll diese Äußerung anders als als Irreführung verstanden werden?

 

  • Während Joachim Gauck detailliert Äußerungen Obamas zitiert, spricht er bezüglich der Position von Edward Snowden von fehlenden Informationen. Dabei zeigt er  aber nicht die geringste Bereitschaft, die ausführlichen Erläuterungen von Edward Snowden zu seinen Motiven zu würdigen oder auch nur zur Kenntnis zu nehmen. Der Person, die unermessliche Risiken auf sich genommenen hat, scheint Joachim Gauck so wenig Achtung und Wertschätzung entgegen zu bringen, dass die Darlegungen von Edward Snowden offenbar für ihn a priori keine Rolle spielen.

 

  • Alles, was wir über Edward Snowden und das Ausmaß der durch ihn offengelegten Überwachung unserer aller Kommunikation wissen, lässt nicht einmal im Ansatz eine Bewertung als „purer Verrat“ für möglich erscheinen. Nur indem Joachim Gauck konsequent alles ausblendet, was über Edward Snowden, seine Motive und das Verhalten seiner Verfolger bekannt ist, kann er es überhaupt für möglich halten, dass das Verhalten Edward Snowden „purer Verrat“ sein könnte.

 

  • Bisher haben sich alle Angaben von Edward Snowden als wahrheitsgemäß gezeigt. Für die Äußerungen der US Regierung lässt sich dies nicht sagen.

 

  • Sicherlich hat sich Joachim Gauck „differenziert“ geäußert. Es ist das tägliche Brot eines Politikers, sich möglichst so zu äußern, dass seine Position auf wenig Widerstand stößt, so viele Meinungen wie möglich integriert und auch einer sich verändernden Zeit durch eingebaute Interpretationsspielräume standhalten kann. Joachim Gauck hat tatsächlich nicht gesagt, dass Edward Snowden ein "purer Verräter" sei. Joachim Gauck hat lediglich jede auch nur ansatzweise Wertschätzung und Achtung für Edward Snowden vermissen lassen, alle in Wirklichkeit vorhandenen Informationen zu seinen Motiven konsequent ausgeblendet, das weltweite Überwachungsprogramm der USA und Großbritanniens verharmlost, eine Assoziation zu „purem Verrat“ geschaffen und keinen Finger gerührt, um einem verfolgten Menschen beizustehen. Gleichzeitig hat er sich so geäußert, dass man immer noch zu jeder Zeit behaupten kann – so wie es jetzt in der Süddeutschen geschieht - er habe lediglich eine differenzierte Meinung vertreten.

 

Gesamtbewertung

 

Joachim Gauck hat Edward Snowden nicht direkt angegriffen und ihn nicht direkt zum Verräter gestempelt. Er hat lediglich die Selbstäußerungen Edward Snowdens komplett ignoriert und sich in weiten Teilen des Interviews mit seinen Verfolgern solidarisiert. Er hat Edward Snowden jede Hilfe verweigert und hat die tatsächlich nicht bestehende Möglichkeit des „puren Verrates“ ins Feld geführt. Er hat - wohl nicht unüberlegt - eine Assoziation geschaffen.

 

Der Angriff des Joachim Gauck auf Edward Snowden erfolgte insofern nicht offen, sondern aus dem Hinterhalt. Erkennbar ist eine Verteidigungslinie, die nun durch den Artikel in der Süddeutschen Zeitung – und sicherlich bald durch weitere Meinungsmacher – ausgebreitet wird.

 

Der Artikel in der Süddeutschen wirkt ein wenig wie der Vorbote eines möglicherweise bereits anlaufenden medialen Programmes zur Weißwaschung des Joachim Gauck von schmutzigen Flecken auf seiner Weste, die in Anbetracht der verzweifelten Situation des Edward Snowden und der der Sachlage der erst durch ihn aufgedeckten Überwachungsgigantonomie ohne tatkräftige Hilfe und scharfe Mittel wohl kaum auslöschbar sein werden.

 

Anders als die Süddeutsche Zeitung es vorgibt, haben aber die Menschen, die sich mit Edward Snowden solidarisieren, verstanden, was Joachim Gauck tatsächlich nicht nur sagte, sondern offenbar auch meinte. Das Verhalten von Joachim Gauck gegenüber Edward Snowden ist erbärmlich und eine Schande für uns alle. Der Shitstorm gegen Joachim Gauck ist berechtigt!

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Kommentar von Roswitha Schnabel |

EDWARD SNOWDEN SPEAKS OUT SHARE BEFORE HE IS KILLED!
OK EVERYONE SHARE BEFORE HE GETS KILLED OR SOMETHING PEOPLE NEED TO KNOW THE

Kommentar von Martina Roessler |

Es ist eine Schande von Herrn Gauck das er die Hilfe von Edward Snowden ablehnt . Ich kann und will es nicht verstehen. Hat er nicht auch Deutschland die Augen geöffnet ?
Ich hätte Ihnen nie meine Stimme geben dürfen !!!!!!!!!

Kommentar von Petra Schröder |

Ich bin einfach nur fassungslos über soviel Ignoranz...seine Aussagen sind der blanke Hohn und ein Verrat an den Menschenrechten!!!

Kommentar von rainer labitzke |

Gauck ist eine Marionette,die sich in Glanz und Gloria sonnt.Seine Tätigkeit als aktendurchschnüffelnder -Beauftragter hätte niemals dazu führen dürfen,das er Bundespräsident für alle Bürger wird;dazu gehören ja bekanntlicherweise auch die ehemaligen Mitarbeiter des MfS und ihre Familien und Angehörige.

Kommentar von wallypree |

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Politiker ihr Denken und Fühlen an der Pforte der Macht abgeben müssen. Es wird nummeriert und gelagert und bei Ausscheiden aus der Politik wieder ausgefolgt. Herr Gauck war doch Pastor? Aha. Das verschlimmert die Sache nochmal um einiges.
Ach Leute, etwas Gutes hat Gaucks Stellungnahme allemal. Man weiß wenigstens, dass von ihm in dieser Sache nichts zu erwarten ist.

Kommentar von Jutta Thul |

Sehr geehrte Damen und Herren
Ich schließe mich voll und ganz dem Artikel von "Menschenrechte . eu" an.
Mit freundlichen Grüßen
Jutta Thul

Kommentar von Peter Prenner |

unfassbar - wie Ihr Politiker den Amerikanern in den Arsch kriecht - die dringend auf das extremste in Eure Privatsphäre ein - hat ev. die NSA auch was gegen Sie in der Hand Herr Gauck?

Kommentar von Heinz-Walter Hoetter |

Sehr geehrte Damen und Herren,

wer ist denn dieser Gauck schon? Er ist der Hohepriester der BRD, der sich wohl einbildet, er käme gleich nach dem lieben Gott mit seinem Geschwafel. Ein alter Mann, der dem Tod näher steht als dem Leben. So einer maßt sich an, über andere Menschen ein Urteil zu fällen. Der Gotteswahn sitz tief in ihm drin. Solche Menschen fühlen sich über alles erhaben, denn ihre Weisheit stammt von den Monopoltheisten aus dem Nahen Osten, die schon immer die Menschheit gespalten haben. Ich halte es dagegen für absolut richtig, dass Edward Snowden eine ahnungslos gebliebene Menschheit (insbesondere hier im dekadenten Westen) über die teuflischen Machenschaften dieser „Masters of the Universe“ („Herren des Universums") aufgeklärt hat. Staaten sind eben "reißende Bestien", die schon immer am Volk vorbeiregiert haben, um ihre eigenen Machtsüppchen kochen zu können. Wir alle werden eh doch nur "verarscht".

Kommentar von Amira |

Wenn hier einer Verrat begeht, dann ist es Deutschland. Nämlich Verrat an den Menschenrechten, den Grundrechten und das nicht erst seit Edward Snowden. Die Ignoranz ist typisch und die sklavenhaft devote Einstellung zum Freund Amerika wird man wegen einem Edeward Snowden nicht aufgeben. So ist das in einer neoliberalen Diktatur, da zählen andere Werte als Mensch oder Moral, erst Recht wenn man wie Deutschland vom Export lebt.

Kommentar von dagmar steinhagen |

... unterstützt EDWARD SNOWDEN,........!!!!!!!!!!!!!!!

Kommentar von sibylle behrend |

dieser alte pfaffe, bzw, IM Larve soll sein lügenpackmaul halten und vor seiner eigenen türe kehren. Edward snowden gehört für seine Offenheit ein orden der Menschlichkeit verliehen und ich schäme mich für die BRD GmBH, dass diese Firma es ablehnt diesem wunderbaren menschen Asyl zu gewähren und lieber den besatzern USA in den @rsch kriecht. einfach NUR widerlich !!!

Kommentar von micha vRhein |

Das Gewurschtel von Bundespräsident Joachim Gauck, sein devotes Verhalten gegenüber einer ausufernden Macht USA und das Ignorieren von Zivilcourage eines Einzelnen prägt ein neues Bild des Staatsoberhauptes, nämlich das eines Biedermanns.

Kommentar von Peter Messer |

ich bin empört, so eine auch dem Christentum widersprechende Aussage von einem angeblichen"EX-Stasi-Jäger" und EX-Pfarrer sehen zu müssen! "Seelig sind die Barmherzigen", "Seelig sind die, die da unschuldig verfolgt werden,..." usw. scheint an IHM "vorbeigegangen" zu sein.... aber zu seinem Glück gibt es ja auch noch "seelig sind die, die da arm sind im Geiste..." so einen "Staatspräsident" kann sich ein "EX-NAZI-STAAT" NICHT LEISTEN! Wie war doch gleich sein "Amtseid"??????

Kommentar von humanrights |

Ein Denkmal für Edward Snowden

Morgen wird zwangsweise der Chip eingepflanzt und wir sind komplett ferngesteuerte Sklaven der "Neuen Weltordnung"

Davor warnt uns dieser Held unter Lebensgefahr

Kommentar von klaus baum |

gerade die berufung auf das gewissen müsste ein protestantischer pfarrer zu würdigen wissen, denn es war luther, der sich gegenüber der papstkirche auf sein gewissen berief, ein akt, in dem das kantsche "habe mut, dich deines eigenen verstandes zu bedienen" schon angelegt ist. ohne luthers berufung auf das gewissen hätte es den protestantismus in seiner heutigen form nicht gegeben.

Kommentar von Tagore |

Von solchen Figuren wie Gauck hält keiner viel, der diese Personen auch nur halbwegs durchschaut. Das er den Menschenrechtler Snowden in den Dreck tritt ist zu erwarten gewesen.

Kommentar von Flix |

Wir haben schon genügend Verbrecher im Land und sollten deswegen auf diesen Kerl verzichten. Präsident Gauck hat doch recht mit seiner Sicht der Dinge.

Kommentar von The Truth |

Edward Snowden hat das absolut Richtige getan, er ist ein wahrer Held und nein Gauck hat nicht recht! Joachim Gauck ist ein mieser Kriecher und ein Volksverräter!

Kommentar von Menschenrechtsaktivist |

Jeder hat so viel Recht, wie er Macht hat (Baruch de Spinoza 1632 – 1677).
Was auf das Blatt Papier geschrieben wird, ist ganz gleichgültig, wenn es der realen Lage der Dinge, den tatsächlichen Machtverhältnissen widerspricht...." (Ferdinand Lassalle über das Verfassungswesen, 1862).
„In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht.“ Kurt Tucholsky (1890-1935), dt. Schriftsteller.
Einige Gedanken zum Gebrauch und Missbrauch von Macht und Recht in der heutigen Zeit.
Es fehlt weiterhin an Sicherungsmaßnahmen, damit Herrschende nicht ihren egoistischen Machtinteressen wie Unterjochung, ungerechtfertigte Bereicherung, Selbstgefälligkeit, Ächtung von Kritikern, Förderung von Heuchlern, Gruppenegoismus, Gruppennarzissmus, Behördenegoismus, Kumpanei, Reputation, Heuchelei usw. ungehindert nachgehen können und durch Pflege ihres Ansehens mit Vertuschung von Missständen ein Ansammeln von menschenunwürdigen Verhältnissen fördern.
Einige Fragen und meine Feststellungen dazu:
Welche Mitbestimmungsrechte hat der Bürger, der Rechtsunterworfene?
Er hat das Recht, sich zu äußern und Machtapparaten mit ihren Egoismusinteressen / Unterjochungsinteressen (vgl. z.B. http://www.uni-koeln.de/hf/konstrukt/didaktik/experiment/experiment_beispiel.html ) zu gehorchen.
Der Rechtsphilosoph und Rechtstheoretiker hat Gustav Radbruch formuliert, das Recht sei wo die Macht sei.... Die definitionsgemässe Verschwisterung von Recht und Macht ist der Sachverhalt, aus dem die Frage nach der "verschleiernden Rechtssprache" ihre besondere Brisanz bezieht. Die Ermittlung der Verschleierungstendenzen und Verschleierungsmöglichkeiten in der Rechtssprache wird zur vielleicht pointiertesten Form der Feststellung, wie eindeutig und klar – oder eben nicht – der Staat seinen Rechtsunterworfenen (auch in spezifischen Funktionen wie Regierender, Beamter, Richter, Vertragspartner) sagt, was er von ihnen erwartet und unter welchen Voraussetzungen er was wie erzwingen wird.... Die Korrektive (Hilfen) kommen von den Gegenparteien her, die analog vorgehen, in Strafverfahren von den Untersuchungsrichtern und dem Staatsanwalt, schließlich von den Gerichten, je nach Fall auch von den Regierungs- und Verwaltungsbehörden.... Ein Problem für sich war und ist überhaupt der einseitige Gebrauch, schlimmer: der einseitige Gebrauch und Missbrauch von Macht und Recht.
Im Internet gibt es unter http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2011/695/pdf/25_Kopp_EBook.pdf einen Aufsatz dazu, von dem Passagen übernommen wurden.
Was bringt das Mehrparteiensystem mit dem Wahlsystem?
Eine Zuschauerdemokratie (vgl. z.B. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13518350.html ). Der Bürger kann Herrschenden bei Gestaltung ihres Demokratieverständnisses und Gestaltung des Gruppenegoismus zuschauen. Die erste Partei, die SPD wurde früher als Gegenpol zum Machtapparat der Monarchie geschaffen. Nach der Monarchie hat sich eine Gleichschaltung von Partei und Macht entwickelt. Beispiele: SPD in der Weimarer Republik, NSDAP im Dritten Reich, SED in der DDR, derzeit meist CDU/CSU, wobei sich die Massen ungeachtet der politischen Richtung am liebsten bei den Mächtigen anbiedern.
Was bringen Verfassungen, Gesetze, Beschwerden, Petitionen, Rechtsmittel?
Sie werden mit Hilfe der verschleiernden Rechtssprache (vgl. http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2011/695/pdf/25_Kopp_EBook.pdf ) nach Belieben beantwortet, die z.B. im Internet propagierte höchstrichterliche Rechtsprechung wird von unteren Gerichten ignoriert und Ansprüche werden pauschal abgelehnt.
Was bringen Petitionen?
Der Petitionsausschuss fordert von der Regierung eine Stellungnahme an (vgl. http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a02/grundsaetze/verfahrensgrundsaetze.html ) und bekommt von dort eine Antwort, die die selbstgefällige Grundhaltung der Regierung (vgl. http://www.gruene-bundestag.de/cms/archiv/dok/294/294128.achtung_der_grundrechte.html ) zum Ausdruck bringt. Diese selbstgefällige Antwort der Machtapparate wird an den Petenten weitergereicht, der das so hinzunehmen hat.
Einige Zeugenaussagen zu unserem Raubtierkapitalismus mit Diktaturkomponenten und dem alltäglichen einseitigen Gebrauch und Missbrauch von Macht und Recht:
König Kunde. Angeschmiert und abserviert (Buch von Günter Ogger).
Der Staat will Bürger arm machen. Diese Erkenntnis basiert auf der juristischen Überprüfung von hunderten Rechtsfällen, s. http://unschuldige.homepage.t-online.de/flugblat.htm .
Kritiker werden geächtet und Heuchler gefördert (vgl. http://www.quality.de/cms/forum/26-archiv-2003/4579-prozessmanagment-wer-koordiniert-die-prozessverantwortlichen.html?limit=6&start=12 ).
Was wir bekommen ist noch viel schlimmer als STASI und GESTAPO zusammen, meint Prof. Albrecht- http://politikforen.net/showthread.php?131970-Die-deutsche-Polizei-l%C3%B6st-sich-immer-mehr-vom-Rechtsstaat .
Stasi- bzw. Gestapo-Verhältnisse sind im Aufbau (vgl. auch http://deutschlands-wahrheit.blogspot.de/2013/05/schlimmer-als-stasi-und-gestapo.html ).
Whistleblower Daniel Ellsberg über Prism: Vereinigte Stasi von Amerika (vgl. http://www.sueddeutsche.de/kultur/whistleblower-daniel-ellsberg-ueber-prism-vereinigte-stasi-von-amerika-1.1718578 ).
Aktuelle Fälle zur Verfolgung von Kritikern sind z.B. der Fall Gustl Mollath, Edward Snowden, Bradley Manning ( http://www.zeit.de/2013/32/edward-snowden-prozess ), ältere Fälle sind z.B. zu finden unter http://www.jurablogs.com/de/ble-nachrede-geldstrafe-fuer-rolf-bossi , http://wikimannia.org/Claus_Plantiko , http://bloegi.wordpress.com/2010/09/26/3-jahre-4-monate-gefangnis-fur-beamten-beleidigung/ , http://www.regensburg-digital.de/statt-sechs-monate-haft-psychiatrie-auf-dauer/16122012/ .
Der psychologische Abwehrmechanismus insbesondere der Justiz funktioniert
perfekt (siehe dazu Schneider AnwBl. 2004.333), alles läuft darauf hinaus,
die Unantastbarkeit richterlichen Verhaltens zu stärken und den Staat von
dem Einstehen für ihm zuzurechnendes Unrecht freizustellen. Die einzigen
Juristen, die sanktionslos die Gesetze verletzen dürfen, sind die Richter! … (vgl. http://www.hoerbuchkids.de/hu/mr/homepage/justiz/info.php?id=134 ).
Die Gehörsrüge nach § 321a der Zivilprozessordnung wird von der Justiz als eine Belästigung empfunden. Bis heute gibt es infolgedessen nicht eine erfolgreiche Anhörungsrüge (vgl. http://www.lhr-law.de/magazin/der-aussichtsloseste-rechtsbehelf-der-welt ).
Das Verfassungsgericht hat, um der völligen Überflutung durch Verfassungsbeschwerden Herr zu werden, eine Fülle von Voraussetzungen durch Richterrecht eingeführt,die zur Abweisung der Beschwerde führen. Ist der Kläger nicht anwaltlich vertreten, ist die Erfolgsquote im Bereich von 0,2 bis 0,3 %. Selbst der Experte Zuck, und er ist einer führenden in Deutschland, vermag den Erfolg einer Beschwerde nicht zu prognostizieren. (vgl http://www.amazon.de/Das-Recht-Verfassungsbeschwerde-R%C3%BCdiger-Zuck/dp/3406467237 ). Das Handeln des Bundesverfassungsgerichts ist somit unvorhersehbar, es propagiert freilich das Gegenteil: „...Das rechtsstaatliche Erfordernis der Messbarkeit und Vorhersehbarkeit staatlichen Handelns führt zu dem Gebot, dem Rechtsuchenden den Weg zur Überprüfung gerichtlicher Entscheidungen klar vorzuzeichnen (vgl. BVerfGE 49, 148 <164>; 87, 48 <65>)- vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtssicherheit .
Dienstaufsichtsbeschwerden sind bekanntlich fruchtlos (Angaben im Internet).
Die Bundesregierung tut mit Ihrer Selbstgefälligkeit so, als würde es bei der Achtung der Grundrechte überhaupt keinen Grund zur Kritik geben (vgl. http://www.gruene-bundestag.de/cms/archiv/dok/294/294128.achtung_der_grundrechte.html ).

Ein gutes Beispiel zur Vertuschung von Managementfehlern durch alle Entscheidungsträger zur Pflege des Ansehens, der Selbstliebe der Machtapparate zu Lasten der Volksgesundheit ist die gewollte Verwendung des Amalgams. Amalgam verursacht die schlimmste Chemiekatastrophe mit 450 000 Toten alljährlich in Deutschland, jeder zweite Deutsche stirbt am Amalgam! (vgl. http://toxcenter.wordpress.com/article/amalgamklage-europ-gerichtshof-fur-3otpgsm3m33p5-280/ ).
Eine konsequente Manipulation in der Rechtspflege aus Gründen der Reputation, der rücksichtslosen Pflege des Ansehens der herrschenden Gruppe, wird auch von einem Richter a.D. bestätigt (vgl. www.wikimannia.org/Frank_Fahsel ).
In dem arte-Video „Unser täglich Gift“ ( http://www.youtube.com/watch?v=ghGm51AobGw&playnext=1&list=PLA295763D18767345 ) gibt ein Insider zu, dass von Verantwortlichen Fehler nicht zugegeben werden, weil das einen Vertrauensverlust bedeutet und Kritikern Tür und Tor öffnet. Es könnte behauptet werden, dass nicht nur einer, sondern viele Fehler gemacht wurden und das gesamte Verfahren könnte in Frage gestellt werden.
Gleichgelagert: "Einzelnen wird kein Recht gewährt, weil sonst intern Köpfe rollen müssten" (vgl. http://www.locus24.de/foc/foc-0002.html ).
Da von Herrschenden Fehler nicht zugegeben werden und Unterjochungsinteressen bestehen, sammeln sich zwangsläufig immer mehr Fehler an.
Die jeweiligen die Demokratie sichernden Grundregeln waren und sind unzureichend und haben versagt. Diktatoren, wie Diktatorengemeinschaften, sind, wie die Zeitgeschichte belegt, deshalb auch in solchen angeblichen Demokratien möglich, die ihr wahres Ansinnen jedoch mit einem demokratischen Gewand umgeben. (aus http://unschuldige.homepage.t-online.de/default.html ).
Lösungen könnte die Verhaltensforschung aufzeigen. Aber die Verhaltensforschung wird bei Herrschenden unbeliebt sein, weil sie deren „Recht“ auf Macht und eine selbstgefällige Grundhaltung aushebelt.
Weiterverbreitung erwünscht. Fehler dürfen korrigiert werden.

Kommentar von Jan |

Dieser Gauckler, ausgerechnet er, der sich damit rühmt den Stasi Apparat aufgearbeitet zu haben, hat leider leider überhaupt nichts verstanden oder, was mir wahrscheinlicher ist kein Rückgrat wie all die anderen deutschen Politiker. Die USA zu befürworten ist ja so einfach, so angenehm, aber stellen Sie sich vor, Politik sollte nicht immer den angenehmen Weg gehen, sondern sich wann immer nötig auflehnen. Man sollte Politiker werden um etwas verbessern zu wollen, nicht wegen des eigenen Wohles. Wo sind nur die Politiker von Format geblieben, Adenauer, Brandt, selbst Kohl, mit denen sich diese Marionetten so gerne vergleichen.
Beschämend, so ein Staatsoberhaupt zu haben! Übrigens: die Mehrheit der Deutschen will Snowden Asyl gewähren. Wie war gleich ihr Amtseid, Herr Gauck?

ASYL FÜR SNOWDEN!!!